Der Gründer

Die Wallfahrtskirche Santuario della Madonnetta - ein herausragendes Beispiel für die Frömmigkeit, die Geschichte und die Kunst der Stadt Genua - wurde durch den Diener Gottes und Ordensbruder des Augustiner-Barfüßer-Ordens, Pater Carlo Giacinto Sanguineti, errichtet.  Padre Carlo Giacinto Er wurde am 5. September 1658 in Genua geboren, legte am 18. August 1675 sein Ordensgelübde ab, wurde am 20. September 1681 zum Priester geweiht und starb am 23. April 1721. Seine menschliche und spirituelle Größe machten ihn zu einer zentralen Figur des zivilen und geistlichen Lebens der Stadt. Ein mildes und ernsthaftes Temperament, ein beredsames Wesen, eine außergewöhnliche Bildung, eine inbrünstige Priestertätigkeit sowie ein intensives Studium und schriftstellerisches Wirken im Bereich der Bibel- und Marientheologie (Mater amabilis, Pratica del vero amante della gran Madre di Dio, Biblia Mariana) stellen die kennzeichnenden Merkmale seines Lebens dar. Er übte einen bedeutenden Einfluss auf die Geistlichen und Adligen seiner Zeit aus, stand aber insbesondere den ärmsten Schichten der Bevölkerung sehr nahe. Zusammen mit seinem Ordensbruder und geistigem Vater, Pater Antero Micone, tat er sich vor allem während des Bombenangriffs durch die französische Seeflotte von Louis XIV. im Mai 1684 hervor. Er wohnte bis zum Jahr 1696 im Sankt-Nikolaus-Kloster, bis er im selben Jahr die Wallfahrtskirche Santuario della Madonnetta auf den Righi-Höhen einweihte, was zweifellos das wichtigste Ereignis seines Lebens darstellte. In fünfzehn Monaten ließ er eine der schönsten und charakteristischsten Kirchen der Genuesischen Republik errichten, die bald zu einem offiziellen Zentrum des religiösen Lebens wurde. Neben der Wallfahrtskirche ließ er ein Kloster für die Geistlichen bauen; gleichzeitig gründete er eine Gemeinschaft von Tertiarierinnen des Augustiner-Barfüßer-Ordens, damit sie im Dienste des Gotteshauses mitarbeiteten. Er verstarb an seinem Wallfahrtsort und wurde in der Marienkapelle beigesetzt. Auf einem unbehauenen Grabstein aus Schiefer wurde der Lobspruch humilis eingehauen.